Hüter der Seefahrtsgeschichte und des nationalen Gedächtnisses
Hydra, eine schlichte Felseninsel im Argosaronischen Golf, nimmt in der Weltgeschichte der Seefahrt einen Platz ein, der weit über ihre geografische Größe hinausgeht. Die Seemacht der Insel war ein Bezugspunkt für die englische Admiralität, die Admirale Napoleons und die osmanische Führung. Die arvanitischen Kapitäne von Hydra, die zunächst die Segelschiffe und später die Dampfschiffe beherrschten, haben unauslöschliche Spuren auf den Meeren hinterlassen und den Namen der Insel mit Ruhm und Adel verbunden.
Die Gründung und die Wohltäter des Museums
Um dieses reiche materielle Gedächtnis und die Kämpfe des Volkes zu bewahren, wurde die Tradition des griechischen Wohltätigkeitswesens ins Leben gerufen. Der Bürgermeister und Arzt Antonios Lignos widmete sein Leben der Systematisierung des wertvollen Archivs von Hydra, während der Reeder Gikas Koulouras das ursprüngliche Gebäude zur Verfügung stellte. Seit 1996 befindet sich das Museum in einem modernen Gebäude und ist ein vorbildliches Forschungs- und Kulturzentrum, das täglich zahlreiche Besucher empfängt.
Unschätzbare Relikte und Exponate
Auf den beiden Etagen des Museums entfaltet sich das Panorama des Beitrags von Hydra zum modernen Griechenland. Die Sammlung umfasst beeindruckende Akropora, Flaggen, Waffen aus der Revolution, Uniformen und Relikte aus den Balkankriegen und den Weltkriegen.
Zu den herausragenden Exponaten zählen die Charta von Rigas, persönliche Gegenstände des Admirals Pavlos Kountouriotis und, als heiligstes Relikt, die silberne Urne, in der das einbalsamierte Herz von Andreas Miaoulis aufbewahrt wird.
Eine lebendige kulturelle Einrichtung
Das Archiv und die gut ausgestattete Bibliothek der Stiftung sind eine Fundgrube für historische Forschungen und decken den Zeitraum vom 18. bis zum 20. Jahrhundert anhand staatlicher und privater Dokumente ab. Gleichzeitig bleibt das Museum eine lebendige Organisation, die das „Kulturelle Sommerprogramm von Hydra” mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, von Konferenzen bis hin zu Konzerten, organisiert. Besonders erwähnenswert sind die Bemühungen zur Bewahrung der maritimen Tradition durch das Schiff „ELENI P.”, das als erstes öffentliches schwimmendes Schifffahrtsmuseum des Landes dienen soll, was das anhaltende Engagement des IAMY für die Förderung der griechischen Seefahrt unterstreicht.



































































